Gute Vorsätze für 2020 – ja bitte!

Gute Vorsätze für das beginnende Jahr haben einen schlechten Ruf. Sie halten – wenn überhaupt – nur wenige Wochen. Sie bringen keine Veränderung oder bewirken gar das Gegenteil: Am Ende des neuen Jahres ist alles wie vorher, oder sogar noch schlimmer. Das kennt Ihr sicher auch.

Diese schlechte Bilanz ist bei näherer Betrachtung nicht überraschend. Allzu oft werden gute Vorsätze im Überschwang einer Silvesterfeier mal eben so ausgesprochen, ohne sich Gedanken zu machen, was das eigentlich im beginnenden Jahr tagtäglich bedeutet.

Derart dahin gesagte gute Vorsätze haben keine sehr hohe Überlebenschance. Und das aus mehreren Gründen:

  • Das gesprochene Wort ist schnell dahin und verweht mit dem Rauch der Silvester-Böller.
  • Es mag zwar ein paar Augen- und Ohrenzeugen gegeben haben, die zugegen waren, als die guten Vorsätze ausgesprochen wurden. Doch auch deren Erinnerung schwindet langsam aber sicher. Es steht also nicht zu befürchten, dass nach 3 Monaten eine Nachfrage mit leicht gehässigem Unterton kommt, wie es denn stehen würde mit den guten Vorsätzen.
  • Die Beweggründe waren möglicherweise nicht abschließend geklärt. Warum wollt Ihr Euch im neuen Jahr unbedingt im Fitnessstudio anmelden? Wollt Ihr Gewicht reduzieren? Wollt Ihr Euren Rücken stärken? Wollt Ihr einen Grund haben, früh aufzustehen?

Und dann wäre da noch die Unterscheidung zwischen dem eigentlichen Ziel und einer Aufgabenliste, einer “To-Do-List”.

Um beim obigen Beispie zu bleiben: “Im Fitnesstudio anmelden” – ist das ein Ziel? Eher nicht. Eher eine Aufgabe. Hingehen. Formular und SEPA-Mandat ausfüllen und unterschreiben. Kontodeckung sicherstellen. Fertig.

Was habe ich damit erreicht? Ich bin eine Zahlungsverpflichtung eingegangen. War das mein Ziel? Wohl kaum.

Also: Wenn nicht so, wie dann?

Wir halten es mit dem ganz “klassischen” Ansatz:

  • Das Ziel: Was will ich am Ende des Jahres erreicht haben?
  • Die Zwischenziele: Um dieses Ziel zu erreichen – was muss ich in 6 Monaten erreicht haben? Was in 3 Monaten? Was in einem Monat?
  • Mein Einsatz: Um in 12, 6, 3, einem Monat an dem jeweiligen Ziel zu sein – was muss ich (nach bestem Wissen und Gewissen) dafür tun?
  • Und all das schön auf ein Blatt Papier schreiben und – nein, nicht abheften, sondern an einer Stelle aufhängen, wo ich jeden Tag vorbeikomme und draufschauen MUSS, z.B. neben dem Spiegel im Badezimmer.

Ganz wichtig bei dieser Übung: Das Warum.

  • WARUM will ich meinen Rücken stärken? Um endlich diese unangenehmen Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich loszuwerden.
  • WARUM will ich meine Wohnung entrümpeln? Damit ich mich endlich wieder ungehindert bewegen kann, ohne ständig über Stapel von irgendwelchen Sachen zu stolpern.

Eine Erfolgsgarantie ist das natürlich nicht. Der Tesafilm, mit dem der Zettel neben dem Spiegel im Badezimmer befestigt, kann sich lösen, der Zettel fällt auf den Boden, verschwindet in einer Ecke. Oder aber die Schrift bleicht aus und ist nicht mehr lesbar.

Wir tun also gut daran, uns “Unterstützer” zu organisieren. Drei davon haben wir vor einigen Wochen beschrieben (siehe hier):

  • Das klare Ziel vor Augen – schriftlich ausformuliert, noch besser mit einem Bild versehen.
  • Der “Zu-Zweit”-Faktor, den wir uns tagtäglich zunutzemachen.
  • Der Vergleich mit unserem früheren Selbst.

So kann es was werden. Wir haben unsere Ziele für 2020 aufgeschrieben und visualisiert. Und wir nutzen die drei genannten Unterstützer. Und wir sind zuversichtlich, dass es was wird.

Wie geht es Euch damit? Lasst uns gerne Eure Erfahrungen wissen.

So viel für heute. Nächste Woche geht’s weiter.

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