Aufhören oder weitermachen? (2/2)

Als wir vor gut drei Wochen den letzten Beitrag verfassten, da sahen wir uns am Beginn einer Erfolgsserie. Die Frage „Aufgeben oder weitermachen?“ schien klar beantwortet zu sein.

Und dann das: Zwei Tage später, aus dem Nichts: Knieschmerzen, die kamen, um (zumindest bis jetzt) zu bleiben.

Konsequenz: Keine Turnierteilnahme Mitte Februar, keine Fortsetzung des intensiven Trainings.

Und vor allem: Jetzt müssen wir beweisen, dass wir das, was wir „predigen“, auch selbst umsetzen können: Aus Rückschlägen gestärkt hervorzugehen.

Dabei wäre es so schön einfach gewesen: Wir reiten auf der Welle des Erfolgs und philosophieren gleichzeitig darüber, dass man bitteschön nicht aufgeben soll, wenn Schwierigkeiten auftauchen.

Wir stehen also vor einem echten Praxistest.

Natürlich rechneten wir mit einem „Rücksetzer“. Aber eher in der Form, dass wir mal nicht auf einem vorderen Platz landen. Aber so etwas? Nein, niemals.

Aber der Reihe nach…

Auch bei uns gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung, doch noch an dem Turnier am 16. Februar teilnehmen zu können, erleidet einen schleichenden Tod, mit einem endgültigen Aus am Vorabend des Turniers.

Die Enttäuschung ist sehr groß, fühlten wir uns doch in sehr guter Verfassung, sowohl physisch-tänzerisch als auch mental. Auf dem Weg vom ersten zum zweiten Turnier hatten wir einen „Winning Spirit“ entwickelt. Der erste Turniersieg schien möglich, wenn es uns gelingen würde, unser Können zu 100% auf die „Fläche“ zu bringen.

Nach der Absage unserer Teilnahme ist das vorherrschende Gefühl eine große Leere. Der „Winning Spirit“ ist weg, eine Perspektive nicht gleich sichtbar. Und jetzt?

Es folgt eine Phase der Ratlosigkeit. Uns ist aber auch klar, dass wir aus dieser Phase wieder rausmüssen.

Dies erreichen wir am besten dadurch, dass wir wieder die Kontrolle übernehmen. Über unser Handeln und – ganz wichtig – über unser Fühlen.

Ja, richtig! Kontrolle über unser Fühlen. Es ist nämlich keineswegs so, dass wir unseren Gefühlen „ausgeliefert“ sind. „Ich fühle mich heute nicht gut. Da kann man nichts machen.“

Kann man sehr wohl. Zumindest einen Versuch ist es allemal wert. Zum Beispiel: Stellt Euch vor einen Spiegel und schaut Euch an. Und jetzt lächeln. Einfach lächeln. Lächelt Euch an. „Aber uns ist zum Heulen zumute.“

Egal. Lächelt Euch an. Auch wenn es verkrampft wirkt. Lächeln. Und das Lächeln halten. Eine Minute lang. Was passiert in Euch drinnen? Eure Augen nehmen das Lächeln wahr und melden das an Euer Gehirn. Das Gehirn registriert das Lächeln und schließt auf „gute Laune“. Also schüttet das Gehirn die erforderlichen Substanzen aus, die zu guter Laune gehören. Und schon habt Ihr gute Laune.

Ok, das ist sicher sehr vereinfacht dargestellt. Aber im Prinzip ist es so. Also die negativen Gefühle durch positive oder zumindest „neutrale“ ersetzen.

Und als Nächstes einen Plan machen:

  • Die Ursache für den Schmerz herausfinden und beseitigen.
  • Nach getaner Schmerzbeseitigung wieder in den Trainingsfluss kommen.
  • Dabei den „Winning Spirit“ wieder aufbauen.
  • Sich für das nächste Turnier anmelden.
  • Das nächste Turnier tanzen mit dem klaren Ziel zu gewinnen.

So viel für heute. Dass es „nächste Woche“ weitergeht, hat nun ein paar Mal nicht gestimmt. Wir üben halt noch.

Wir geloben jedoch Besserung und wollen Euch auf dem Laufenden halten über unser Bemühen, aus dem Rückschlag tatsächlich gestärkt hervorzugehen.

Aufhören oder weitermachen? (1/2)

Seit dem letzten Beitrag ist deutlich mehr als eine Woche vergangen. Das hat einen Grund, den wir Euch am Ende verraten. Ein für uns erfreuliches Ereignis, das jedoch unsere geballte Konzentration und Energie erforderte. Doch der Reihe nach.

HANS:

In meinem bisherigen Leben habe ich mehrere Male aufgegeben habe, als es schwierig wurde. Oder anders ausgedrückt: Ich gab auf, als mein Talent mich nicht mehr weiter brachte. Ich gab auf, als nur konsequente Anstrengung mich weitergebracht hätte.

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Wie können wir Veränderungen erkennen?

Die meisten von uns haben wohl ein tiefes Bedürfnis, sich zu verändern. Natürlich zum “Positiven”. Womit sich auf einen Schlag gleich 3 Fragen stellen:

  • Was ist “das Positive”?
  • Wie gelingt Veränderung überhaupt?
  • Und wie können wir erkennen, das wir uns tatsächlich verändern und nicht stagnieren?

Die Antwort auf die erste Frage fällt natürlich höchst individuell aus. Was für uns “positiv” im Sinne von erstrebenswert ist, kann für Euch völlig uninteressant und belanglos sein.

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Persönlichkeitsentwicklung in Zeiten von brennenden Regenwäldern und AfD

Da brennen Regenwälder rund um den Globus, die Erderwärmung schreitet voran, der weiltweite CO2-Ausstoß steigt weiterhin ungebremst. Rechtspopulisten hierzulande und anderswo präsentieren ihre vermeintlich einfachen Lösungen und versuchen, die parlamentarische Demokratie mit ihren Institutionen und handelnden Personen zu diskreditieren, wo immer es nur geht. Politikerinnen und Politiker, die sich diesem Treiben widersetzen, werden solange mürbe gemacht und bedroht, bis sie schließlich aufgeben.

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Und das ist richtig schwer (2/2)

Neben dem “inneren Schweinehund” lauert darüber hinaus an jeder Ecke noch eine weitere Gefahr: Entmutigung.

Nicht immer stellen sich Erfolge so schnell ein, wie man das gerne hätte. Und schon ist sie da, die Enttäuschung, die Entmutigung. “Hat doch alles keinen Sinn. Vielleicht bin ich doch zu alt, zu untalentiert, zu groß, zu klein, zu was-weiß-ich…”

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Und das ist richtig schwer (1 von 2)

Falls bis hierher der Eindruck entstanden sein sollte, dass wir absolut diszipliniert sind und alles 100%ig mit Leichtigkeit “durchziehen”, dann ist es Zeit, diesen Eindruck zu korrigieren.

Jeder Mensch, der ein Ziel zu erreichen versucht, hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Mit welchen Schwierigkeiten haben wir zu kämpfen?

Allen voran natürlich: Der innere Schweinehund.

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Und das bringt uns voran

Man muss nicht alles selbst erfinden. Das Netz ist voll von inspirierenden Botschaften und Erkenntnissen von ebenso inspirierenden Menschen. Dies ist wahrhaft ein großartiger Schatz.

Und im Gegensatz zu einem “normalen” Schatz ist dieser noch nicht einmal streng gehütet, sondern für jede und jeden von uns frei zugänglich.

Die Herausforderung besteht allenfalls darin, von der Fülle des Angebots nicht “erschlagen” zu werden und den Wald vor lauter Bäumen nicht aus den Augen zu verlieren.

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Und so fing alles an (1 von 2)

ORIANA:

„Früher“ war ich immer sehr schlank. Kleidergröße 36 passte immer. Mitunter sogar 34. Dann die „Rush Hour“ des Lebens: Kinder, Haus, Beruf. Noch hält der Körper vieles aus und macht allerhand mit.

Dann die Wechseljahre. Plötzlich wächst der Bauch, nicht aber die Brust, und auch nicht der Po. Irgendwann stehe ich vor der Wahl: Entweder alle Spiegel aus dem Haus entfernen – oder etwas unternehmen.

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