Keine Termine!

Irgendwann kommt für (fast) alle von uns der Tag, an dem wir uns vom Berufsleben zurückziehen. Und je näher dieser Tag rückt, umso größer wird bei manchen Menschen die Panik – vor einem leeren Schreibtisch & einem leeren Terminkalender. Die Psychologie hat sogar einen Fachausdruck dafür: „Empty Desk Syndrom“.

Wir haben das schon erlebt und möchten unsere Erfahrungen mit Euch teilen. Unsere Erfahrungen haben wir in 3 grundlegende Regeln gepackt.

Regel #1: Die Leere aushalten (und nicht panikartig irgendwie füllen)

Eine plötzliche Veränderung führt gerne mal zu Verunsicherung. Also die Veränderung „gefühlt“ ungeschehen machen, indem man sich den Terminkalender füllt.

Als Füllmaterial gerne genommen wird:

  • Ein Enkelkind, so weit vorhanden, das mehrmals die Woche betreut werden muss (auch wenn die Eltern eigentlich ganz gut alleine klar kommen)
  • Eine Kreuzfahrt, gefolgt von einer weiteren Kreuzfahrt, gefolgt von…
  • Die Gartenpflege bis zum Rasenschnitt mit Nagelschere und Lupe
  • Modelleisenbahn oder Briefmarkensammlung – ok, eher was in früheren Zeiten.

Regel #2: Den Tag planen (und die Zeit nicht einfach dahinplätschern lassen)

Auch wenn keine „von außen“ vorgegebenen Termine vorhanden sind, so gibt es doch Aufgaben, die erledigt werden müssen, wenn man nicht im Chaos versinken oder der Verwahrlosung anheimfallen will.

Wir plädieren dafür, im Tagesablauf „feste Inseln“ einzuplanen. Alles andere fließt um diese Inseln herum. Bei uns sieht das so aus:

  • Feste Inseln: Morgengymnastik, Fokus-Zeit
  • Fließendes Wasser: Mahlzeiten, Hausarbeit, Einkaufen etc.

Was ist Fokus-Zeit? Dies ist Zeit, in der wir uns – zu zweit oder jeder für sich – auf eine Sache fokussieren. Mögliche Fokus-Themen können sein:

  • Lernen, sich weiterbilden
  • Entscheidungen vorbereiten
  • Konzepte entwickeln
  • Texte für unseren Blog schreiben

Regel #3: Disziplin üben

Physiotherapeuten berichten, dass Menschen nach dem Eintritt in den Ruhestand innerhalb von Monaten (!) körperlich verfallen, wenn sie keine Ziele verfolgen und in der Konsequenz keine Disziplin mehr an den Tag legen.

Also: Disziplin! Das ist zwar nicht immer angenehm und mitunter sogar schmerzhaft. Aber: Das Leben fordert immer einen Schmerz von uns. Die Entscheidung, die wir haben, ist: Entweder „Pain of discipline“ oder „Pain of regret“. Eins von beiden.

Gibt es also kein schmerzfreies Leben? Genau genommen nicht. Allerdings haben wir eine sehr klare Meinung dazu:

Der „Pain of discipline“ ist der weitaus kleinere „Schmerz“. Und auch hier hilft die „Kraft der Gewohnheit“. Morgens aufstehen, Sportklamotten anziehen, Gymnastik oder Workout machen. Gar nicht darüber nachdenken. Einfach machen.

Demgegenüber der „Pain of regret“: Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Übergewicht, … – wollen wir nicht.

Also eigentlich eine sehr einfache Entscheidung. Wenn da nicht nur die Umsetzung wäre.

Wie haltet Ihr es damit? Schreibt gerne einen Kommentar hier oder auf Instagram.

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